Projekttag: Bewusstseinserweiterung durch Meditation

Die evangelische Gruppe der Maschinenbau-Schule Landshut
wollte mal den theoretischen Religionsunterricht durch erlebnisorientiertes Lernen erweitern.

Wir unternahmen am 29.03.2014 eine Exkursion nach Deggendorf. Dort durften wir uns mit dem Thema

„Bewusstseinserweiterung ohne Drogen durch Atemmeditation“ auseinander setzen....es bot sich die Möglichkeit zur Selbsterfahrung mittels meditativer Atemtechnik.
Es waren noch weitere Jugendliche dazu gekommen. Der Referent gab eine kurze Einführung und erklärte, wie die Atem-Technik ablaufen werde.
Wir legten uns auf Matratzen in einem lichtdurchfluteten Rundbau, welcher allein schon so eine beruhigende Wirkung hatte.
Dabei spielte zunächst eine ruhige Musik. Wir schlossen die Augen und entspannten alle Körperteile.

Dann konzentrierten wir uns auf den Atem. Danach steigerte sich die Musik und wir atmeten heftiger. Die Musik wurde immer chaotischer und auf einmal stellte ich ein leichtes Kribbeln in den Händen fest .... Der ganze Körper von Fuß bis Kopf war durchströmt und setzte viel Energie frei.

Es kippte in einen ekstatischen Zustand mit schönen Bildern und Szenen aus der Vergangenheit.

Irgendwann fiel mir auf, wie sich mein Bewusstsein um 180 Grad gedreht hatte.

Alles war anders, Raum und Zeit waren wie aufgelöst.

Das Fühlen war nicht das normale bewusste Fühlen, sondern es war nicht von dieser Welt. Merkwürdige Dinge traten auf,

ein kleiner Lebenszusammenschnitt - ähnlich einer Nahtoderfahrung.
Als wir da durch waren kam die Phase der Beruhigung, das Auskosten des schwebenden Körpergefühls, das durch das Atmen erreicht wurde ......... Als ich wieder zu mir kam und sich mein weltliches Bewusstsein wieder gesammelt hatte, konnte ich überhaupt nicht realisieren, wo die Zeit geblieben war. Uns allen fiel auf, dass wir ganz andere Gesichter hatten als vorher: weich und entspannt.
Dann sollte ich mein Erlebnis farblich auf einem DIN A3-Blatt ausdrücken. Die Bilder wurden in der Gruppe besprochen und was jeder gesehen und gefühlt hatte.
Unsere Erfahrung durch das Atmen war, dass es im Grunde dieselben Gefühle und Wirkungen auf den Körper und die Psyche hat wie Drogen -
nur besser, 

weil man mit Klarheit sich wie ein Zeuge beobachten kann 

und es kostet nichts!

Man fühlt sich danach viel leichter, als wenn man alle seine Sorgen vergessen hätte.